Lichtmanagement: Auswahl des Systems

Für die optimale Auswahl und Nutzung der richtigen Lichtmanagementlösung sind vor allem zwei Fragen von Bedeutung: Welche Aufgaben soll das System erfüllen – und wo. Auf Gebäudeebene sind die drei Einsatzbereiche Arbeitsplatz, Raum und Gebäude relevant.


Jede Gebäudestruktur ist individuell und stellt damit auch andere Anforderungen an die Beleuchtung. Sinnvoll ausgewählt und eingesetzt, erlauben Lichtmanagementsysteme (LMS) eine optimale Beleuchtung der verschiedensten Bereiche und Zonen. Büroflächen gliedern sich etwa in unterschiedlich konfigurierte Arbeitsbereiche und Kommunikationszonen. In Industriehallen befinden sich meist Montagearbeitsplätze oder Flächen für Maschinen. Jedes Gebäude hat unterschiedliche Erschließungsbereiche, die nicht dauerhaft genutzt werden, wie z. B. Flure, Treppenhäuser, Toiletten, Abstell- oder Lagerräume.

Häufig ist Flexibilität gefordert: Denn sowohl in Büros wie auf industriellen Flächen oder in Shops muss die Beleuchtung bei Bedarf einfach an geänderte Anforderungen angepasst und umprogrammiert werden. Eine Beleuchtungslösung mit LMS lässt sich immer wieder auf neue Konstellationen und individuelle Anforderungen optimieren.

Lichtmanagement am Arbeitsplatz

Am Arbeitsplatz kann die Beleuchtung ganz einfach durch manuelles Schalten und Dimmen individuell geregelt werden. Direkt dem Arbeitsplatz zugeordnete, dezentrale Sensoren sorgen darüber hinaus für automatisch angepasste Lichtverhältnisse: Tageslicht- und Anwesenheitssensor regeln die Beleuchtung abhängig von einfallendem Tageslicht und Anwesenheit. Das ist komfortabel und spart Energie. Eine dynamische Steuerung des Lichts – angelehnt an den natürlichen Tageslichtverlauf – unterstützt den biologischen Rhythmus des Menschen. Mit einem LMS kommunizieren Leuchten per Funk auch untereinander und ermöglichen eine „Schwarmfunktion", sodass bei Anwesenheit auch die unmittelbare Umgebung stets mit einer angenehmen Grundhelligkeit beleuchtet ist und Lichtinseln vermieden werden.

Lichtmanagement im Raum

Im Raum lassen sich durch Lichtmanagementsysteme mehrere oder alle Leuchten vernetzen und beliebig gruppieren. Gruppenbildung erlaubt über das zentrale Schalten oder Dimmen hinaus auch einen einheitlichen Ablauf von Lichtszenen. Dies ist z. B. bei biologisch wirksamer Beleuchtung wichtig, wenn alle Leuchten der Umgebung zeitgleich dieselbe Beleuchtungsstärke und Lichtfarbe bieten.

Lichtmanagement im Gebäude

Schematische Gebäudestruktur mit lichttechnisch unterschiedlichen Nutzungsbereichen.

Auf Gebäudeebene können die dezentralen Informationen einzelner Leuchten oder Leuchtengruppen zum gewerkübergreifenden Steuern und Regeln genutzt werden. Heizung, Klima, Lüftung oder Beschattung lassen sich dann entsprechend anpassen: Wenn am Abend alle Personen den Raum verlassen haben, werden dann z. B. die Außenjalousien automatisch heruntergefahren und die Heizungswärme gedrosselt.

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